Warum Hanf?

Die Hanfpflanze ist eine der ältesten Kulturpflanzen, sie kann uns Menschen ernähren, kleiden und sogar beim Hausbau helfen.

Hanf ist relativ anspruchlos und gedeiht fast überall.

Wurzeln

Hanf wurzelt tief mit einem sehr feinen Wurzelwerk und fördert so das Bodenleben und den Humusaufbau sowie die CO2 Fixierung im Boden.

Auch als Vorfrucht eignet sich Hanf gut, da es bei gutem Bestand Beikräuter nahezu vollständig unterdrückt.

Faser

Die widerstandsfähigen Fasern sind als Abdichtmaterial für Wasserleitungen noch am ehesten aus dem heutigen Alltag bekannt.

So manchem sind auch noch Hanfseile, an denen ganze Schiffen gehalten werden konnten, ein Begriff. Auch Segel waren natürlich aus Hanf gewebt.

Heute sind Hanfstoffe langsam wieder im Kommen, sie werden aber meist aus China importiert, da das das Wissen um die Aufbereitung und Verarbeitung in Europa verloren gegangen ist. Geringe Mengen kommen aus Frankreich, Spanien und Osteuropa.

Hanfpapier

Dass sowohl die Gutenberg Bibel als auch die amerikanische Unabhänigigkeitserklärung auf Hanfpapier stehen, wissen die wenigsten.

Hanf ist im Vergleich zum Holz der deutlich schneller nachwachsende Rohstoff, als Zugabe zum Recyclingpapier wäre er durch seine Robustheit wertvoll, da "Holz"-Papier mit jedem Recycling kurzfaseriger wird.

Als Schäben bezeichnet man den inneren, bastigen Kern der Hanfstängel.

Im Gegensatz zu den äußerst langlebigen Hanffasern sind die Schäben leicht kompostierbar und werden in anderen Ländern gerne als Tierstreu für Katzen und auch für Pferde genutzt. Sie sind saugstark und sehr staubarm (wichtig für Allergiker).

Fasern und Schäben bieten noch ein weites Einsatzfeld aber sind schwer zu trennen und schwer zu verarbeiten.

Das regionale Wissen um die Verarbeitung ist weitgehend verloren, Maschinen kaum entwickelt.

Blatt & Blüte

Die Blätter und vor allem die Blüten der Hanfpflanze bilden sogenannte „sekundäre Pflanzenstoffe“. Das tun viele Pflanzen mit verschiedenen Wirkstoffen und das macht Pflanzen für uns Menschen an vielen Stellen so wertvoll. Die pharmazeutische Industrie guckt da immer wieder gerne in der Natur ab, ein bekanntes Beispiel ist „Aspirin“ - der Wirkstoff der Weidenrinde.

Hanfsamen

Hanfsamen liefern ein sehr hochwertiges Öl, das reich an Linol- und Linolensäure ist. Diese essentiellen Fettsäuren stärken die Hirnfunktionen und das Immunsystem, reinigen die Arterien und sorgen für allgemeines Wohlbefinden.

Darüber hinaus sind Hanfsamen sehr eiweißreich, sie enthalten ALLE für den Menschen essentiellen Aminosäuren in einer leicht verwertbaren Form. Sie unterstützen damit eine vegetarische/vegane Ernährung. Hanfsamen enthalten kein Gluten.

Ungeschält sind die Samen sehr ballaststoffreich und fördern eine gute Verdauung.

Sie können ganz oder gemahlen verwendet werden, ein leichtes Anrösten intensiviert das nussige Aroma und macht die Schale noch knuspriger.

Geben Sie ganze Hanfsamen einfach ins Müsli, den Joghurt, den Smoothie oder über den Salat.

In Backwerken, wie Brot, Kuchen oder Keksen können ca. 30% eines glutenhaltigen Mehls durch gemahlene Hanfsamen ersetzt werden, ganze Hanfsamen sorgen für ein Plus an Knusprigkeit

Stellen Sie sich ihren eigenen Milchersatz ganz einfach aus Hanfsamen und Trinkwasser her.

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